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Wohngeldreform 2023: Lastenzuschuss, das Wohngeld für Immobilieneigentümer

Wohngeldreform 2023: Lastenzuschuss, das Wohngeld für Immobilieneigentümer

Nun hat auch der Bundesrat der Wohngeld-Novelle zugestimmt. Damit ist der Weg frei für die bisher größte Wohngeldreform, die Teil des Entlastungspaketes der Bundesregierung ist. Bisher erhalten laut Statistischem Bundesamt etwa 600.000 Haushalte Wohngeld. Ab 2023 werden es rund zwei Millionen Haushalte mit 4,5 Millionen Menschen sein. Außerdem wird das Wohngeld deutlich erhöht - durchschnittlich etwa verdoppelt. Die Kosten der Wohngeldreform werden je zur Hälfte von Bund und Ländern getragen.

Doch nicht nur Mieter, auch Eigentümer haben Anspruch auf Wohngeld in Form eines Lastenzuschusses. Wer kann diesen Zuschuss beantragen? Welche Belastungen sind zuschussfähig? Erfahren Sie dies und mehr im nachfolgenden Beitrag.

Wer profitiert von der Wohngeldreform?

Schon jetzt sind etwa die Hälfte aller Wohngeld-Empfänger Rentner. Dieser Anteil von 50% könnte sich durch die Reform noch erhöhen. Außerdem dürften zukünftig noch mehr Familien mit kleinem Haushaltseinkommen Wohngeld erhalten. Experten schätzen, dass aber auch die untere Mittelschicht vom neuen Wohngeld profitieren wird. Übrigens können auch Bewohner von Alten- und Pflegeheimen Wohngeld als Mietzuschuss beantragen.

Zwar sind 90 Prozent der Wohngeldempfänger Mieter, doch auch Eigentümer können diese Hilfe in Form eines Lastenzuschusses erhalten.

Wie errechnet sich das Wohngeld?

Das Wohngeld wird sich im kommenden Jahr etwa verdoppeln und bei durchschnittlich 370 Euro monatlich liegen - bisher lag es im Schnitt bei 180 Euro im Monat. Ob man einen Zuschuss zum Wohnen bekommt, hängt auch davon ab, wo man wohnt und wie dort die Mietpreise sind.

Bei der konkreten Berechnung des Wohngeldes und damit auch des Lastenzuschusses für Haus- und Wohnungseigentümer werden drei Faktoren berücksichtigt:

  • Anzahl der im Haushalt lebenden Familienmitglieder
  • Höhe des Gesamteinkommens des Haushalts
  • Miete des Wohnraums bzw. Höhe der zuschussfähigen Belastungen für das selbst genutzte Wohneigentum

Die Obergrenzen für das Einkommen werden ab 2023 deutlich angehoben, so dass dann mehr Menschen Anspruch auf diesen Zuschuss haben.

Wie erklärt sich der Lastenzuschuss für Eigentümer?

Der Kauf einer Immobilie setzt eine finanzielle Planung und Sicherheit voraus. Dabei läuft die Finanzierung des Eigenheims häufig über mehrere Jahrzehnte – in dieser Zeit können Veränderungen auftreten, die so nicht vorhersehbar waren. Wenn zum Beispiel der Verlust des Arbeitsplatzes dazu führt, dass die Kreditraten nicht mehr gezahlt werden können, ist die Beantragung eines Lastenzuschusses möglich. Dieser Zuschuss dient laut Paragraph 1 des Wohngeldgesetzes (WoGG)  zur „wirtschaftliche Sicherung angemessenen und familiengerechten Wohnens“.

Damit haben nicht nur Mieter unter Umständen Anspruch auf Wohngeld, sondern auch Haus- und Wohnungseigentümer mit geringem Einkommen.

Wer kann einen Lastenzuschuss beantragen?

Erste Voraussetzung für die Beantragung eines Lastenzuschusses ist, dass die Immobilie vom Eigentümer selbst bewohnt wird. Für eine Kapitalanlage, zum Beispiel eine vermietete Eigentumswohnung, kann kein Lastenzuschuss beantragt werden.

Folgende Personenkreise können einen Lastenzuschuss beantragen:

  • Eigentümer einer Eigentumswohnung
  • Eigentümer eines Einfamilienhauses
  • Eigentümer eines Mehrfamilienhauses (mit mindestens 3 Wohnungen, wobei eine davon selbst genutzt werden muss)
  • Eigentümer einer Kleinsiedlung
  • Erbbauberechtigte
  • Inhaber von Dauerwohnrechten, Nießbrauchrechten und/oder Wohnrechten
  • Inhaber einer Stifts- oder Genossenschaftswohnung

Wer hat keinen Anspruch auf einen Lastenzuschuss?

Ebenso wie beim Wohngeld als Mietzuschuss entfällt die Antragsberechtigung beim Lastenzuschuss für

  • Bezieher von ALG II
  • Bezieher von Sozialgeld
  • Bezieher von Grundsicherung im Alter
  • Bezieher von Transferleistungen (Verletztengeld, Übergangsgeld)
  • Mitglieder einer Bedarfsgemeinschaft

Welche Belastungen sind zuschussfähig?

Folgende Kosten bei können beim Antrag angegeben werden und sind lastenzuschussfähig:

  • Ausgaben für Zins und Tilgung bei Krediten, die zum Bau, Erwerb oder zur Verbesserung des Wohneigentums dienen
  • Instandhaltungs- und Instandsetzungskosten (Bewirtschaftungskosten)
  • Grundsteuer und sonstige Grundbesitzabgaben
  • Versicherungsbeiträge für das Wohneigentum
  • bestimmte Heizkosten
  • Verwaltungskosten 

Wo beantragt man den Lastenzuschuss?

Der Antrag auf Wohngeld bzw. Lastenzuschuss muss beim Wohngeldamt der jeweiligen Gemeinde gestellt werden. Es empfiehlt sich, dort einen persönlichen Termin zu vereinbaren, damit die Sachbearbeiter gegebenenfalls beim Ausfüllen des Antrages behilflich sein können.

Wohngeld wird grundsätzlich ab dem Monat gezahlt, in dem es beantragt wurde. Aufgrund des erhöhten Aufkommens muss 2023 mit einer verlängerten Bearbeitungszeit gerechnet werden. Diese kann, insbesondere in Großstädten, mehrere Wochen bis Monate dauern.

 

Haftungsausschluss: Die Blogartikel von Immobiliendirektankauf besitzen lediglich einen informativen Charakter und stellen keine Rechts- oder Anlageberatung dar.

 

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