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Wie kann man im Haushalt Strom sparen?

Wie kann man im Haushalt Strom sparen?

Energiekosten steigen seit einiger Zeit immens, dazu gehören auch die Strompreise. In Deutschland ist Elektrizität teurer als in den meisten anderen Ländern der Welt, noch höhere Preise gibt es fast nur in krisengeschüttelten Entwicklungsländern. Zahlten Haushalte in der Bundesrepublik 2021 durchschnittlich 31,9 Cent pro Kilowattstunde, waren es Anfang dieses Jahres bereits 34,6 Cent. Der aktuelle Strom­preis liegt laut Bundes­verband der Energie- und Wasser­wirt­schaft (BDEW) bei 37,14 Cent/kWh (Stand: Juni 2022). Vermutlich wird der Strompreis auch in den nächsten Monaten weiter nach oben gehen, dafür sprechen mehrere Faktoren. Welches sind die größten „Stromfresser“ und wie kann man Strom sparen und damit etwas für den Geldbeutel sowie die Umwelt tun? Dazu finden Sie einige Informationen und Tipps in unserem folgenden Beitrag.

Warum steigt der Strompreis?

Zunächst ist es die steigende Nachfrage, sowohl in der Industrie als auch in Privathaushalten. Nach dem ersten Corona-Rückschlag wird in der Industrie wieder mehr produziert und damit auch mehr Energie verbraucht. Auch bei privaten Haushalten ist eine steigende Nachfrage zu verzeichnen, nicht zuletzt, da viele Menschen im Home-Office mehr Zeit zu Hause verbringen. 

Ein entscheidender Faktor für die Verteuerung der Strompreise ist auch die Stromgewinnung aus Gas, da die Lage auf dem Gasmarkt durch den Krieg in der Ukraine von Unruhe und Unsicherheit geprägt ist. Der Einkaufspreise an der Strombörse, den die Energielieferanten zahlen müssen, hat sich drastisch erhöht. So schaffen es immer weniger Stromanbieter, den Verbrauchern durch einen Wechsel ein günstigeres Angebot zu machen. Preiserhöhungen sind angekündigt und bei vielen Neukundentarifen kommt ein höherer Grundpreis zum Tragen. Versorger geraten vermehrt unter finanziellen Druck und durch weniger Anbieter könnte der Wettbewerb leiden.

Nicht zuletzt werden die Strompreise auch von den steigenden Netzentgelten beeinflusst, die die Anbieter an die Netzbetreiber zahlen müssen.

Welches sind die größten Stromfresser im Haushalt … und wie kann man ihren „Appetit“ zügeln?

Was kann also jeder tun, um den steigenden Strompreisen entgegenzutreten und die Kosten zu reduzieren? Hierzu ein paar Beispiele für sogenannte „Stromfresser“ im Haushalt, wobei sicher einige Überraschungen dabei sind:

  • Als Stromfresser Nr. 1 können hier alte Heizungspumpen genannt werden.Dieses sogenannte „Herz der Heizung“ hält den Kreislauf zwischen Kessel und Heizkörpern in Gang. Dass veraltete Pumpen so viel Strom fressen liegt daran, dass sie – ungeachtet des Bedarfs – stets mit der gleichen Leistung heißes Wasser umwälzen. Außerdem arbeiten alte Pumpen mit einer deutlich höheren Wattzahl als aktuelle elektronisch gesteuerte Modelle. So kann eine moderne Hocheffizienzpumpe, die sich mit ihrer Drehzahl an den tatsächlichen Bedarf anpasst, mit bis zu 90 Prozent weniger Strom auskommen. Dies entspricht einer Einsparung von jährlich etwa 120 Euro.
  • Geräte für Kommunikation und Unterhaltung – die als „Stromfresser“ vielleicht gar nicht im Bewusstsein vieler Menschen sind, verbrauchen durchschnittlich ein Drittel des Stroms in einem Haushalt. Zu diesen Geräten zählen unter anderem TV-Geräte, Computer, Laptop, Drucker, Monitore und Spielekonsolen. Ein High-End-Gaming Computer kann im Betrieb beispielsweise 300 Watt und mehr verbrauchen. So wird dieser bei 3 ½ Stunden Nutzung pro Tag mit etwa 380 Kilowattstunden im Jahr zum beachtlichen Stromfresser. Denn dies entspricht etwa dem jährlichen Stromverbrauch von 2 Kühl-und Gefriergeräten. Allein ein durchgängig eingeschalteter WLAN-Router verursacht Stromkosten von rund 40 Euro im Jahr! Für alle Geräte rund um die Kommunikation gilt daher: Nicht im Stand-by Modus laufen lassen, sondern ausschalten, wenn sie nicht benötigt werden. Denn in diesem Modus wird weiterhin Strom verbraucht, wenn auch wenig. Bei neueren Geräten darf laut EU-Vorgabe die Leistung  im Stand-by Modus nur noch bis zu 0,5 Watt betragen.  Aber Achtung:  Diese Obergrenze gilt nicht für Geräte, die mit einem Netzwerk verbunden sind! Das können Spielekonsolen, Smart-TVs oder auch Drucker sein – da lohnt sich dann das Abschalten dann besonders.
  • Zu den größten Stromfressern in der Küche gehört der Elektroherd. Wird dieser häufig  zum Kochen und Backen genutzt, verbraucht er bei einem 3-Personen-Haushalt rund 450 Kilowattstunden im Jahr, das entspricht lt. aktuellem Strompreis etwa 155 Euro. Hier kann den Verbrauch sowohl durch hochwertige und passende Kochtöpfe als auch vorzeitiges Abschalten und Nutzen der Restwärme reduziert werden. Durch die niedrigere Gartemperatur bei Heiß-oder Umluft gegenüber Ober- und Unterhitze lässt sich auch hier sparen. Grundsätzlich sollte bei der Anschaffung eines neuen Elektroherds auf die Effizienzklasse geachtet werden, die einen Hinweis auf den Stromverbrauch gibt. Diese Angaben auf dem EU-Energielabel beziehen sich aber nur auf den Backofen, nicht auf das Kochfeld.
  • Auch alte Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen, Trockner, Kühl- und Gefrierschränke sind typische Stromfresser. Durch die Anschaffung eines neuen, effizienten Gerätes kann so viel Strom gespart werden, dass sich die Investition nach einigen Jahren bezahlt macht.

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