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Störung durch Baulärm – Wie viel Baulärm müssen Sie hinnehmen und wann ist Schluss?

Störung durch Baulärm – Wie viel Baulärm müssen Sie hinnehmen und wann ist Schluss?

Wer kennt es nicht – schon früh morgens wird man nicht nur vom Wecker, sondern auch vom Baulärm nebenan geweckt und kaum ist eine Baustelle verschwunden, taucht direkt die nächste auf. Ob neue Wohnungen, Brücken oder Bahnstrecken – Baustellen sind in Deutschland an jeder Ecke zu finden und scheinen kein Ende zu haben. Wir klären Sie im folgenden Beitrag auf, wie viel Störung durch Baustellen Sie ertragen müssen und was Sie nicht hinnehmen müssen.

Ein Leben ganz ohne Baulärm…

… ist natürlich nicht möglich. Unter Baulärm fällt zunächst einmal jeglicher Lärm, der durch Arbeiten professioneller Firmen verursacht wird. Wenn privat mit lauten Handwerksgeräten gearbeitet wird, zählt das also nicht zum „Baulärm“ als solchen. 

Fakt ist, dass Wohnungen und Verkehrsverbindungen gebaut und saniert werden, oder alte Gebäude abgerissen werden müssen. In der Bevölkerung ist insgesamt der Wunsch nach Fortschritt und Initiativen der Städte und Gemeinden vorhanden, mehr Wohnraum oder bessere Verkehrsanbindungen zu schaffen. Dass das alles nicht ohne Baulärm möglich ist, versteht sich wahrscheinlich von selbst. Mit Neu- oder Umbauten sowie Abrissen und Sanierungen müssen sich Anwohner also erst einmal arrangieren. 

Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Schutz gegen Baulärm

Die Allgemeine Verwaltungsvorschrift (AVV), die im Jahre 1970 zum Schutz gegen Baulärm vom Gesetzgeber erlassen wurde, setzt Immissionen, die durch eine Baustelle entstehen, einen Maximalwert vor. Diese Lärmwerte, oder auch „Immissionsrichtwerte“ genannt, sollen dafür sorgen, dass Baustellenbetreiber und Bauaufsichtsbehörden den Baulärm beschränken und die verschiedenen auf der Baustelle stattfindenden Abläufe dementsprechend planen. Der Einsatz möglichst leiser Maschinen und die Abschirmung des Baulärms – bei Bedarf auch mit mobilen Schallschutzwänden – ist für Bauherren und Bauleiter verpflichtend. Außerdem müssen sie den Einsatz so effizient wie möglich planen.

Baulärm in Wohngebieten

Gerade in Wohngebieten verärgern Baustellen gleich eine große Anzahl von Menschen. Darum sind die Richtwerte der AVV hier auch etwas strenger als zum Beispiel in Industriegebieten. Grundsätzlich darf in Gebieten, in denen vorwiegend Wohnungen zu finden sind, in der Zeit von 7 Uhr bis 20 Uhr ein Lärmpegel von bis zu 55 Dezibel erreicht werden. Auch nachts sind Baustellen nicht generell verboten. Soll auch nachts – in der Zeit zwischen 20 Uhr und 7 Uhr – an der jeweiligen Baustelle gebaut werden, ist ein Lärmpegel von 40 Dezibel nicht zu überschreiten. Handelt es sich um reine Wohngebiete, sinken die Immissionsrichtwerte auf 50 Dezibel tagsüber und 35 Dezibel in der Nacht. Es gilt bei allen Richtwerten eine Toleranz von 5 Dezibel.

Was tun, wenn man sich vom Baulärm gestört fühlt?

Die erste Ansprechperson, an die Sie sich wenden sollten, wenn Sie sich über die Maße vom Baulärm gestört fühlen, ist der Bauunternehmer. Er ist verantwortlich für die Baustelle und damit auch den durch sie verursachten Lärm. Auch mit dem Bauherren, also demjenigen, dem das Grundstück gehört und der den Bau veranlasst hat, könnten Sie das Gespräch suchen. Eine direkte Beschwerde können Sie auch beim Ordnungsamt einreichen. Sie bekommen aber nur Recht, wenn auf der Baustelle die gesetzlichen Richtwerte des AVV nicht eingehalten werden.

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