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Solarpflicht - in einzelnen Bundesländern bereits beschlossen

Solarpflicht - in einzelnen Bundesländern bereits beschlossen

Laut Bundesregierung soll die Stromgewinnung aus erneuerbaren Energien bis 2030 bei 80 Prozent liegen. Bei der Photovoltaik ist eine Vervierfachung der Leistung auf 200 Gigawatt geplant. Baden-Württemberg ist Vorreiter für den Weg dorthin: Hier gilt ab 1. Mai dieses Jahres eine Solardachpflicht für private Neubauten. Es ist damit zu rechnen, dass andere Bundesländer nachziehen. Im folgenden Beitrag erfahren Sie mehr über die Solarpflicht und den aktuellen Stand der Dinge.

Was bedeutet „Solarpflicht“?

Unter „Solarpflicht“ versteht man in der Regel die vorgeschriebene Installation von Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern von privat oder gewerblich genutzten Gebäuden, und zwar bei Neubau, Sanierung oder Modernisierung. Eigentümer und Eigentümerinnen von Gebäuden werden dazu verpflichtet, in die Sonnenenergie zur Strom- oder Wärmegewinnung zu investieren. Dafür gibt es im Gegenzug Förderungen wie beispielsweise die gesetzliche Mindestvergütung für die Einspeisung von Strom ins Netz oder Zuschüsse der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG).

Aktuelle Vorschläge der EU-Kommission zum Solarenergie-Ausbau

Die EU-Kommission möchte den Ausbau von Solarenergie in den EU-Ländern beschleunigen und hat aktuell den Entwurf für eine europäische Solardach-Initiative präsentiert, um bestehende und neue Gebäude mit Photovoltaikanlagen auszustatten. Laut diesem Papier sollen ab dem nächsten Jahr insbesondere Gebäude, die viel Energie verbrauchen, großflächig mit Solardächern ausgestattet werden. In diesem Entwurf ist vorgesehen, alle öffentliche Gebäude ab 2025 mit Solardächern auszustatten. Auch eine Solardachpflicht für Neubauten wird hier vorgeschlagen.

Gezielte Informationen und spezielle Finanzierungsmodelle sollen dafür sorgen, dass auch finanzschwächere Haushalte die Möglichkeit zur Nutzung dieser Technologie haben. Auch Genehmigungsverfahren für die Installation von Photovoltaikanlagen sollen beschleunigt werden.

Dieser Entwurf ist Teil eines Paketes, das die EU-Kommission voraussichtlich in Kürze den EU-Ländern und dem Europaparlament vorschlagen wird, um möglichst schnell von russischer Energie unabhängig zu werden.

Wie ist die Situation in Deutschland?

Auf Bundesebene gibt es aktuell kein beschlossenes Gesetz für eine allgemeine Solarpflicht. In den einzelnen Bundesländern gibt es zum Thema Solarpflicht sehr unterschiedliche Bestimmungen. Welche Regeln gelten, hängt also derzeit davon ab, wo man wohnt.

Aktuell müssen beispielsweise in Baden-Württemberg ab 1. Mai 2022 neue Wohngebäude mit einer Solaranlage ausgestattet werden. Bestehende Objekte, bei denen das Dach grundlegend saniert wird, müssen frühestens ab 2023 nachgerüstet werden. In Hamburg und Berlin ist beim Neubau von Wohnhäusern der Einbau von Solaranlagen ab Januar 2023 verpflichtend. Auch hier betrifft diese Pflicht Bestandsimmobilien bei einer vollständigen Dachsanierung, allerdings teilweise erst ab 2025.

Ob es eine bundesweit einheitliche Solarpflicht geben wird, ist noch offen, aber durchaus denkbar. Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung heißt es: „Alle geeigneten Dachflächen sollen künftig für die Solarenergie genutzt werden. Bei gewerblichen Neubauten soll dies verpflichtend, bei privaten Neubauten soll es die Regel werden.“

Doch auch unabhängig von einer möglichen Verpflichtung ist die Investition in Solartechnik sinnvoll: Je früher, desto besser. Insbesondere vor dem Hintergrund steigender Strompreise wird die eigene Stromerzeugung zunehmend attraktiv.

Wo erhält man mehr Informationen?

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz fördert die Energieberatung der Verbraucherzentralen. In der Beratung, die online, telefonisch oder auch im persönlichen Gespräch stattfindet, werden Fragen zum Thema Photovoltaik beantwortet. Energie-Fachleute beraten hier anbieterunabhängig und individuell. Mehr Informationen gibt es im Internet auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder bundesweit kostenfrei unter der Telefonnummer 0800 - 809 802 400.

Grundlegende Informationen zum Thema Solar- und Photovoltaikanlagen sind darüber hinaus in den bundesweit kostenfreien Onlinevorträgen der Verbraucherzentralen zu finden.

 

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