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Schrebergarten: Eine grüne Oase für Stadtmenschen

Schrebergarten: Eine grüne Oase für Stadtmenschen

Wer eine Wohnung oder ein Haus ohne Garten hat, vermisst oft ein eigenes Fleckchen Grün. Das Pachten eines Kleingartens kann eine Lösung für diejenigen sein, die gern ihr eigenes Obst und Gemüse anbauen möchten und sich nach Erholung und Entspannung in der Natur sehnen. In den vergangenen Jahren entwickelte sich ein regelrechter Schrebergarten-Boom und das ehemalige Spießer-Image solcher Kleingarten-Anlagen weicht einer großen Beliebtheit, auch bei jungen Menschen. Erfahren Sie im nachfolgenden Beitrag unter anderem, wie man einen Kleingarten findet, welche Kosten entstehen und welche Regeln dort gelten.

Wie findet man einen Kleingarten?

Ein Kleingarten (auch Schrebergarten genannt) sollte nicht allzu weit vom Wohnort entfernt sein. Daher sollte man bei der Suche nach einer Parzelle zunächst in der näheren Umgebung nach Kleingarten-Kolonien schauen und sich dort einen Eindruck verschaffen. Bei Gefallen kann man gegebenenfalls vor Ort bei Pächtern oder in Schaukästen schon Hinweise und Informationen auf freie Gärten und Ansprechpartner finden.

Kontaktdaten örtlicher Kleingartenvereine findet man auch auf der Internetseite des Bundesverbandes Deutscher Gartenfreunde oder bei den zuständigen Landes- oder Bezirksverbänden. Es gibt auch eine Suchmaschine, mit der man nach einem Verein im gewünschten PLZ-Gebiet suchen kann.

Die Aufnahme neuer Mitglieder ist nicht einheitlich geregelt. Wie groß die Chancen sind, an einen Garten zu kommen, hängt auch davon ab, wo gesucht wird. So ist es in Großstädten oft schwierig und mit langen Wartezeiten verbunden. Bei einer Bewerbung muss häufig ein Formular ausgefüllt werden, in dem sich die Interessenten kurz vorstellen. Ein freier Kleingarten wird oft mehreren Bewerbern angeboten und der Verein entscheidet dann, wer den Zuschlag bekommt.  

Ist eine Mitgliedschaft im Verein nötig?

Kleingartenkolonien werden als gemeinnützige Vereine geführt. Eine Mitgliedschaft in diesem Verein ist Voraussetzung für die Pacht eines Kleingartens. Daher sollten Kleingärtner sich darauf einstellen - und im Idealfall auch dafür begeistern - am Vereinsleben teilzunehmen. Dazu gehören nicht nur gemeinsame Feste, sondern auch Arbeitseinsätze für die Gartenkolonie, zum Beispiel die Instandhaltung des Vereinshauses oder der Gemeinschaftswege.

Was kostet ein Schrebergarten?

Zunächst fällt eine einmalige Ablösesumme an, die an den vorherigen Pächter der Parzelle zu zahlen ist. Der Betrag variiert je nach Ausstattung und Zustand stark. Im Ablösebetrag werden die Werte für Laube, Gartenmöbel und -geräte sowie für vorhandene Pflanzen berücksichtigt. Häufig beauftragt der Kleingartenverein einen Schätzer, um die Ablösesumme zu ermitteln. Diese liegt im Schnitt bei 3.500 Euro, wobei sie je nach Region auch deutlich niedriger oder höher ausfallen kann.

Auch die jährliche Pacht für Kleingärten ist sehr unterschiedlich. Sie kann je nach Lage zwischen 7 und 50 Cent pro Quadratmeter im Jahr liegen. Einer Studie des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung zufolge liegt sie im Bundesdurchschnitt bei 18 Cent pro Quadratmeter.

Zu den Pachtbeiträgen kommen dann noch weitere regelmäßige Kosten hinzu: Vereinsbeiträge sowie Nebenkosten wie etwa für Wasser, Müllabfuhr und Versicherungen. Insgesamt bewegen sich die jährlichen Fixkosten inklusive Pacht etwa zwischen 300 und 600 Euro.

Welche Regeln gelten im Kleingarten?

Kleingärtner genießen einige Privilegien: Sie können kommunales Land nutzen und müssen dafür nur wenig zahlen. Außerdem ist die Höhe der Pacht gedeckelt. Solange sie ihren Garten kleingärtnerisch nutzen, besteht außerdem ein Kündigungsschutz. Im Gegen­zug müssen Kleingärtner sich an die Vorgaben des Bundeskleingartengesetzes und die des zuständigen Gartenvereins halten.

Der Zweck eines Schrebergartens ist im Bundeskleingartengesetz genau definiert. Es sieht sowohl den Obst- und Gemüseanbau (für den Eigenbedarf) als auch die Er­holung vor. So gilt für die Bewirtschaftung von Kleingärten die Drittel-Regelung: Ein Drittel der Fläche sollte man dem Obst- und Gemüseanbau widmen, ein weiteres Drittel kann mit Ziergewächsen wie Blumen gestaltet werden und das letzte Drittel dient dann als Erholungsfläche, hierzu gehört auch beispielsweise ein Rasen.

Zum dauerhaften Wohnen sind Kleingärten ausdrücklich nicht gedacht. Während der Ferien oder an Wochenenden ist das Übernachten in der Gartenlaube aber gestattet. Allerdings darf die Gartenlaube keinen dauerhaften Wohncharakter haben. Die Lauben dürfen eine Maximalgröße von 24 Quadratmetern inklusive überdachter Terrasse nicht überschreiten, Heizungen und Satellitenschüsseln sind verboten.

Für die Freizeitgestaltung und Tierhaltung im Kleingarten gelten ebenfalls bestimmte Regeln, die im Einzelfall auch je nach Verein unterschiedlich sein können. So können mobile Grills aufgestellt werden. Wer aber einen gemauerten Grill errichten möchte, sollte dies im Vorwege mit dem Vereinsvorstand klären. Feuerschalen oder Lagerfeuer sind meistens verboten.

Hunde und Katzen dürfen mitgebracht werden, aber das dauerhafte Halten und Züchten von Kleintieren wie Hühnern, Tauben oder Kaninchen ist in Kleingärten nicht gestattet. Eine Ausnahme können Bienenstöcke sein – aber auch hier ist eine Absprache mit dem Verein und den Parzellennachbarn nötig.

 

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