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Rasenpflege im Frühjahr: Ist Vertikutieren sinnvoll?

Rasenpflege im Frühjahr: Ist Vertikutieren sinnvoll?

Ob das Vertikutieren des Rasens eine unbedingt notwendige und sinnvolle Pflegemaßnahme für den Rasen ist, dazu gibt es unterschiedliche Meinungen. Während viele Gartenbesitzer darauf schwören und regelmäßig zum Vertikutierer greifen, gibt es auch einige Experten, die diese Aktion für überflüssig halten. Welche Argumente gibt es auf beiden Seiten und was gilt im individuellen Fall? Worauf sollte man beim Vertikutieren achten und gibt es auch Alternativen? Hierzu haben wir im folgenden Beitrag einige Informationen für Sie zusammengestellt.

Was heißt Vertikutieren eigentlich?

Das Wort „Vertikutieren“ kommt aus dem Englischen und bedeutet „vertikal schneiden“ (vertical cut). Im Garten- und Landschaftsbau versteht man darunter das Anritzen der Grasnarbe. Mit den vielen feinen Messern des Vertikutiergerätes wird der Boden an der Oberfläche angeritzt. Moos, Pflanzenreste und Unkraut sollen dabei beseitigt werden. Durch das Lüften des Rasens kann mehr Sauerstoff in den Boden gelangen und so das Wachstum fördern.

Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Vertikutieren?

Vertikutieren regt das Wachstum an – es sollte also geschehen, wenn weder Frost im Winter noch Austrocknung im Sommer drohen. Der beste Zeitpunkt für das Vertikutieren ist das Frühjahr: Wenn es bereits warm ist, schon ab Mitte März, ansonsten in den Monaten April und Mai. In dieser Zeit ist der Rasen besonders gut regenerationsfähig, auch, da er noch nicht intensiv genutzt wird. Wird die Maßnahme zu früh durchgeführt, könnten die Gräser außerdem durch die Winterruhe noch geschwächt sein. Also heißt es mit der Prozedur abwarten, bis die richtige Wachstumstemperatur herrscht und ggf. vorher noch mit einer Düngung für die Stärkung des Rasens sorgen. Ideale Bedingungen fürs Vertikutieren liegen immer dann vor, wenn der Boden mäßig feucht ist und dabei eine leicht angetrocknete Oberfläche aufweist.

Was spricht für, was gegen das Vertikutieren?

Den positiven Aspekten des Vertikutierens, wie Belüftung des Rasens und daraus resultierendes Wachstum, das zu einem schönen und dichten Grünteppich verhilft, stehen kritische Meinungen gegenüber. Denn das Vertikutieren stellt auch einen nicht unerheblichen Eingriff in das Leben des Rasenteppichs dar – insbesondere, wenn dabei Fehler gemacht werden. So kann die Maßnahme mehr schaden als nutzen, wenn der Vertikutierer falsch eingestellt ist oder die Messer nicht scharf genug sind. So dürfen die Messer den Boden nur leicht berühren, denn bei zu tiefem Vertikutieren werden die Gräser stark geschädigt. Es sollte darauf geachtet werden, dass die Messer des Vertikutierers die Grasnarbe maximal zwei bis drei Millimeter tief einritzen. Außerdem ist es ratsam, beim Vertikutieren gleichmäßig einmal längs und einmal quer über die Fläche zu fahren und dabei nie zu lange an einer Stelle zu verharren.

Für das Vertikutieren sprechen folgende Argumente:

  • Anschließend gelangt mehr Sauerstoff für gesundes Wachstum in den Boden.
  • Es sorgt für bessere und schnellere Nährstoffaufnahme, außerdem
  • für eine bessere Wasseraufnahme und weniger Staunässe.
  • Nach der Regenerationsphase ist das Ergebnis ein schöner, dichter Rasen.

Und was spricht eher dagegen?

  • Schädigung der Rasenwurzeln bei falscher Einstellung des Vertikutierers.
  • Auch durch entsprechende Düngung kann man Moos im Rasen verbannen.
  • Die durch das Vertikutieren beseitigte Filzschicht wird auch ohne Zutun von Mikroorganismen abgebaut und bietet damit eine Nährstoffbasis für den Rasen.
  • Schnellere Austrocknung nach dem Vertikutieren erfordert regelmäßiges Wässern.
  • Die Ursache für Mooswachstum wird durch das Vertikutieren nicht bekämpft.

Vertikutieren allein reicht nicht aus.

Um die Ursache der vermehrten Moosbildung zu bekämpfen, sollte man sich um eine Verbesserung der Bodenstruktur kümmern. Bei einer Neuanlage von Rasen ist dafür schwerer Boden tiefgründig zu lockern und mit Sand zu verbessern. Auch bei bestehenden Rasenflächen kann eine jährlich im Frühjahr aufgebrachte dünne Sandschicht einen guten Effekt erzielen. Wer also einen sehr schweren Gartenboden hat, sollte nach dem Vertikutieren Rasensand ausbringen, und zwar etwa zwei bis drei Kilo pro Quadratmeter. Über die Jahre wird der Boden dadurch durchlässiger und es bildet sich nicht so schnell Moos. Außerdem sollten kahle Stellen nachgesät und mit einer dünnen Schicht Rasenerde abgedeckt werden.

Gibt es Alternativen zum Vertikutieren?

Um gegen Moos im Rasen vorzugehen, gibt es einige Alternativen bzw. Ergänzungen zum Vertikutieren:

  • Düngen: Moos verschwindet, sobald Stickstoff aufgetragen wird – so können entsprechenden Mittel aus dem Fachhandel eingesetzt werden oder beispielsweise auch eine selbst hergestellte Brennnesseljauche, die den Rasen ohne chemische Bestandteile mit wichtigen Nährstoffen wie eben Stickstoff versorgt. Auch das Kalken des Rasens im Winter ist empfehlenswert, da diese den pH-Wert anhebt und damit der Ausbreitung von Moos entgegenwirkt.
  • Aerifizieren: Belüften ist für den Rasen schonender als vertikutieren. Anstatt Rasenfilz und Moos zu entfernen, werden hierbei kleine Löcher in den Rasen gebohrt. Durch diese können dann Sauerstoff, Nährstoffe und Wasser besser an die Wurzeln gelangen. Hilfreich für diese Maßnahme sind spezielle Nagelsohlen.
  • Rechen: Wer körperlichen Einsatz nicht scheut, kann Rasenfilz und Moos auch mit einem Rechen entfernen. Hierzu verwendet man am besten einen Rechen mit starren, spitzen Zinken. Vorteil dieser Methode ist, dass eine Schädigung der Rasenwurzeln ausgeschlossen ist.  

 

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