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Handwerker beauftragen: Worauf sollte man dabei achten?

Handwerker beauftragen: Worauf sollte man dabei achten?

Gibt es neue Bauprojekte, Schäden oder ist eine Renovierung nötig? Bei allen Arbeiten, die man nicht selbst machen kann, sind Fachleute gefragt. Doch Handwerker zu finden wird immer schwieriger. Auch wenn ein entsprechender Betrieb gefunden ist, sollte man sich vor Auftragsvergabe gut informieren und mehrere Dinge beachten – denn nicht immer läuft alles wie geplant. Was kann man tun, um böse Überraschungen zu vermeiden? Nachfolgend geben wir Ihnen einige Tipps, die helfen, Fehler zu vermeiden und nicht auf zusätzlichen Kosten sitzen zu bleiben.

Am besten alles schriftlich fixieren

Auch wenn es sich nur um einen kleinen Auftrag handelt, sollte man sich nicht auf mündliche Absprachen verlassen, sondern Details schriftlich festhalten. Handelt es sich um größere Bau- oder Modernisierungsprojekte, sollten vorab Angebote verschiedener Anbieter eingeholt werden. Kostenvoranschläge schützen vor unangenehmen Überraschungen und ermöglichen den genaueren Preisvergleich bei mehreren Angeboten.

Unterschied zwischen Angebot und Kostenvoranschlag

Das Angebot eines Handwerkbetriebs ist preislich für den vereinbarten Zeitraum verbindlich. Damit darf der Rechnungsbetrag die hier genannte Summe nicht überschreiten. Handelt es sich allerdings um ein „freibleibendes Angebot“ ist diese Verbindlichkeit nicht mehr gewährleistet. Daher ist es ratsam, sich als Auftraggeber nicht auf ein solches Angebot einzulassen.

Im Kostenvoranschlag müssen die nötigen Stundensätze, Arbeitsschritte und Materialien einzeln aufgeführt werden. Er dient allerdings lediglich der Orientierung und bietet nur eine begrenzte Sicherheit, keine Preisgarantie. Doch der Handwerksbetrieb verpflichtet sich mit dem Kostenvoranschlag dazu, den Auftraggeber zu informieren, wenn sich während der Arbeit herausstellt, dass eine wesentliche Überschreitung der veranschlagten Kosten zu erwarten ist. Der Kunde hat im Fall einer wesentlichen Überschreitung von über 20 Prozent ein außerordentliches Kündigungsrecht (§ 649 BGB). Er muss dann lediglich die Werklohnleistung sowie enthaltene Auslagen bezahlen, die bis zu diesem Zeitpunkt angefallen sind, nicht jedoch die gesamten Kosten der Überschreitung (§ 645 BGB).

Eine Vergütung für die Erstellung eines Kostenvoranschlags dürfen Handwerker nur dann verlangen, wenn dies vorher ausdrücklich vereinbart worden ist.

Was ist bei der Auftragsvergabe zu beachten?

Wenn die Angebote bzw. Kostenvoranschläge verschiedener Anbieter vorliegen, sollten sie gründlich geprüft werden. Hier ist es hilfreich, wenn im Vorfeld die gewünschten Leistungen genau beschrieben wurden und sich dort entsprechend wiederfinden. Sind auch alle benötigten Materialien aufgeführt? Prüfen Sie ebenfalls, ob Sie tatsächlich alle aufgeführten Leistungen benötigen. Falls es Fragen zu dem Angebot oder zum Kostenvoranschlag gibt, ist es sinnvoll, möglichst umgehend beim Handwerker nachzuhaken.

Natürlich spielen neben dem Preis auch andere Aspekte eine Rolle, wie zum Beispiel Qualität und gute Erfahrungen mit dem Handwerksbetrieb.

Die Auftragserteilung sollte so exakt wie möglich erfolgen. Dies geschieht am besten, indem der Leistungsumfang, der Ausführungstermin und die Vergütung schriftlich fixiert werden. Falls es mündliche Absprachen vor Ort gibt, sollte ein eigener Zeuge anwesend sein.

Welche Preisgestaltung soll gelten?

Da es für Handwerker – anders als beispielsweise bei Architekten oder Rechtsanwälten - keine gesetzliche Gebührenordnung gibt, muss die Art der Vergütung vorab geklärt werden.

Handwerker-Aufträge können auf Stundenlohn-Basis, mit Einheitspreisen oder als Pauschalpreisvertrag abgeschlossen werden. Wo liegen hier die Unterschiede?

  • Beim Einheitspreis wird ein Preis pro Mengeneinheit vereinbart. Praktisches Beispiel: Ein Maler will für das Streichen einer Wand 20 Euro pro Quadratmeter berechnen. Wenn die zu streichende Fläche nicht exakt bekannt und letztendlich größer als angenommen ist, erhöht sich auch die zu zahlende Summe.
  • Leistungen im Stundenlohn werden angeboten, wenn der Aufwand schwer vorhersehbar ist und weder Einheitspreis noch Pauschalpreis zuverlässig kalkuliert werden können. Wird ein Stundenlohn vereinbart, können sich Änderungen ergeben, denn die tatsächlich benötigte Zeit steht erst am Ende der Arbeiten fest. Diese Art der  Preisgestaltung wird mit Stundenzetteln dokumentiert.
  • Bei einem Auftrag auf Basis eines Pauschalpreises müssen sich die Parteien darauf geeinigt haben, dass die gesamte Leistung – unabhängig von Massenänderungen – zu einem festen Preis erbracht wird. Somit schließt diese Form Preisunsicherheiten für den Auftraggeber weitestgehend aus.

 

Haftungsausschluss: Die Blogartikel von Jensen & Doering besitzen lediglich einen informativen Charakter und stellen keine Rechts- oder Anlageberatung dar. 

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