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Grundschuld: Sollte sie aus dem Grundbuch ausgetragen werden?

Grundschuld: Sollte sie aus dem Grundbuch ausgetragen werden?

Ein Hauseigentümer zahlt seinen Kredit mitunter über Jahrzehnte ab. Die Wohnung oder das Haus gelten erst lastenfrei, wenn auch der letzte Cent des Kredits getilgt worden ist. Mit dem Eintrag im Grundbuch wird dann aufgezeigt, dass das Darlehen komplett zurückgezahlt worden ist. Eine Zwangsversteigerung durch einen Dritten kann nun nicht mehr durchgeführt werden. Die Grundschuld austragen zu lassen ist allerdings nicht zwingend notwendig – es kann sogar Vorteile bringen.
 

Das Bestehen lassen der Grundschuld: Welche Vorteile bringt es?

Das Bestehen lassen der Grundschuld hat den Vorteil, dass es für eine neue Finanzierung genutzt werden kann. Das Geld für die Löschung wird außerdem gespart, da keine weiteren Gebühren mehr anfallen. Diese werden in der Regel nicht nur beim Grundbuchamt, sondern auch bei einem Notar fällig. Circa 0,2% der eingetragenen Grundschuld werden normalerweise sowohl vom Notar als auch vom Grundbuchamt verlangt. Die Gebühren können sich also schnell summieren. 

Wie bereits erwähnt, kann die fortbestehende Grundschuld auch für eine neue Finanzierung genutzt werden. Ein Umbau oder eine Modernisierung ist so unbeschwert finanzierbar. Die bestehende Grundschuld gilt in diesem Fall dann auch wieder als neue Sicherheit für einen Kredit. Ebenso kann sich auch für den Kauf einer Immobilie eingesetzt werden. Durch die „Wiederbelebung“ der Grundschuld ist kein weiterer Eintrag im Grundbuch nötig. Außerdem entfallen weitere Gebühren für den Notar und das Grundbuchamt. Alles in allem hat der Hausbesitzer doppelt gespart, denn es entfallen die Kosten der Löschung, sowie die Kosten für den Neueintrag.

Keine Kosten für Neubestellung

Die Zusammenarbeit mit der Bank, welche bereits den alten Kredit bewilligt hat, funktioniert für diese Methode immer gut. Es besteht aber dennoch die Möglichkeit, die ursprüngliche Grundschuld auf ein anderes Institut zu übertragen. Jedoch ist in diesem Falle zu beachten, dass eine Absicherung eines Darlehens mitunter höhere Kosten zufolge hat, als eine Neubestellung. Daher sollte ein Institutswechsel bei Umschuldung oder auch Auslaufen der bisherigen Finanzierung immer gut überlegt werden. Die Konditionen spielen hierbei die wichtigste Rolle.

Immobilienverkauf: Was passiert mit der bestehenden Grundschuld?

Sofern die Immobilie verkauft werden soll, ist es sinnvoll, die bestehende Grundschuld auf den Käufer zu übertragen. Diese Methode bezeichnet man als Grundschuldabtretung. Vermerkt wird dabei nur, dass an den Kreditgeber des Käufers die bestehende Grundschuld abgetreten wurde. 

Hier spart nicht nur der Verkäufer, sondern auch der Käufer. Bei einem Wert von 150.000€ würden für den Verkäufer 300€ für die Löschung und für den Erwerber 600€ für die verschiedenen Gebühren für einen Neueintrag anfallen. Wenn die Grundschuld übertragen wird, dann fallen lediglich Gebühren für die Abtretung, in diesem Fall 300€, an. Meistens stellt eine Übertragung bei den Banken kein Problem dar, da die Kreditsicherheit der Immobilie weiterhin gegeben ist. Im besten Fall sind beide Parteien Kunde bei dem gleichen Institut, denn dann fallen selbst für die Abtretung keine Gebühren mehr an. 

Bestehende Grundschuld: Jetzt schon an morgen denken

Es ist ebenso möglich, die Grundschuld zur Absicherung der eigenen Kinder an Diese abzutreten. Die Kinder können dann mit Hilfe der Grundschuld der Eltern ihre eigene Immobilie finanzieren und haben eine Zusatzsicherheit. Es ist aber auch möglich, dass die Grundschuld nur zum Teil abgetreten wird. So können die Eltern den Rest des Geldes noch für ihr eigenes Darlehen nutzen. 

Bei den genannten Vorteilen wird deutlich, warum Experten dazu raten die Grundschuld nur zu löschen, wenn sicher ist, dass Diese nie wieder genutzt werden soll.

Anders sieht es aus, wenn mehrere Eigentümer für eine Immobilie vorhanden sind. Mit einer Klausel in der Bestellungsurkunde der Grundschuld steht fest, dass der Kreditnehmer sich der Zwangsvollstreckung über sein gesamtes Vermögen unterwirft. Das bedeutet, dass alle Eigentümer für die Schulden des Einzelnen haften müssen. Dadurch könnte man das Haus verlieren. Eine Austragung der Grundschuld ist nach der Tilgung des Darlehens hier sinnvoll.

Löschungsbewilligung von der Bank einholen

Nach der vertragsmäßigen Tilgung des ursprünglichen Kredits sollte, laut Experten, eine Löschungsbewilligung von der Bank eingeholt werden. Darin erklärt der Kreditgeber, dass er mit der Löschung konform ist. Der ehemalige Kreditnehmer gewinnt durch die Löschungsbewilligung eine Handlungsfreiheit für alle Optionen. Wie bei allen Dokumenten ist es auch bei Diesem wichtig, dass es sicher aufbewahrt wird – bei der Wiederbeschaffung könnte es zu Problemen kommen.
 

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