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Generationsübergreifende Wohnprojekte - Konzepte für mehr Gemeinschaft

Generationsübergreifende Wohnprojekte - Konzepte für mehr Gemeinschaft

Ein wichtiger Faktor im demographischen Wandel in Deutschland ist die zunehmende Zahl älterer Menschen. So haben die ab 65-Jährigen im Zeit­verlauf einen immer größeren Anteil an der Gesamt­bevölkerung. Den Menschen, die sich dieser Altersgruppe nähern, stellt sich die Frage, wie sie zukünftig leben möchten. Es herrscht Knappheit an (vor allem altersgerechten!) Wohnungen und auch der drohenden Vereinsamung durch fehlende Familienstrukturen möchten viele entfliehen. Alters-oder Pflegeheime sind nicht für alle eine akzeptable Alternative zum eigenen Heim. Was spricht dafür oder auch dagegen, sich für ein bestehendes generationsübergreifendes Wohnprojekt zu entscheiden? Dazu einige Aspekte im folgenden Beitrag.

Was steckt hinter dem Wunsch, in ein Mehrgenerationenhaus zu ziehen?

Für viele Menschen ist auch im Alter ein Wohnumfeld wichtig, das Selbstständigkeit und Selbstbestimmung ermöglicht. Daneben spielt aber auch der Wunsch nach Gemeinschaft und einem starken sozialen Umfeld  eine bedeutende Rolle. Dazu ist die Möglichkeit der gegenseitigen Unterstützung im Alltag ein Pluspunkt für das Leben in Gemeinschaft.  Außerdem sprechen oft ökonomische als auch ökologische Aspekte für diese Entscheidung. Hinzu kommt, dass Menschen der Generation 65+ oft noch sehr fit und unternehmungslustig sind. Sind sie zudem tolerant, Neuem gegenüber aufgeschlossen und möchten sich gern mit ihren Fähigkeiten und Erfahrungen in eine Gemeinschaft einbringen, dann ist das Zusammenleben mehrerer Generationen in einem entsprechenden Wohnprojekt eine Möglichkeit, dies alles miteinander zu verbinden.

Welches sind die Vorteile dieser Wohnform?

Die älteren Bewohnerinnen und Bewohner erleben einen lebendigen Alltag mit immer neuen Eindrücken, werden dadurch positiv gefordert und bleiben fit. Kinder und Jugendliche entwickeln durch das Zusammenleben Sozialkompetenzen und lernen, auf andere Rücksicht zu nehmen. Neben dem Alltäglichen gibt es oft auch gemeinsame Aktivitäten, die einen positiven Effekt haben, wie z.B. Veranstaltungen, Theaterprojekte, gemeinsames Musizieren, Gartengestaltung mit Gemüseanbau oder Tierhaltung und –pflege.

Einige weitere Vorteile sind

  • Altersgerechte, barrierefreie Wohnungen in vielen Projekten
  • Wohnkosten und Verpflichtungen werden geteilt
  • Soziale Kontakte, ein wichtiger Pfeiler für Gesundheit und Glück
  • Gegenseite Unterstützung und Hilfe im Alltag
  • Wertschätzung von Lebenserfahrung und das Einbringen von Fähigkeiten
  • Freude bei gemeinsamer Freizeitgestaltung

Doch es gibt wie überall auch Nachteile, oder?

Natürlich erfordert das Zusammenleben viel Toleranz und gegenseiteigen Respekt. Man sollte sich auch darüber im Klaren sein, dass die Privatsphäre ggf. eingeschränkt ist, selbst wenn alle Bewohnerinnen und Bewohner ihre eigenen 4 Wände haben. Wie überall können auch im Mehrgenerationenhaus Meinungsverschiedenheiten oder Generationskonflikte aufkommen. Gut beraten ist, wer diese Punkte im Auge behält und die Erwartungen nicht zu hoch schraubt. Nicht für alle ist es die Wohnform, die glücklich macht. Aber für Viele!

Wo kann man sich über bestehende Wohnprojekte erkundigen?

Im Internet findet man diverse Informationen zum Mehrgenerationen-Wohnen. Hier gibt es Näheres zu den Standorten in Deutschland als auch Wissenswertes zu den Schwerpunkten der jeweiligen Projekte. Ein Beispiel ist das „Wohnprojekteportal“ der Stiftung Trias. Auch in einigen Kommunen gibt es Anlaufstellen für Interessierte - also einfach mal bei der Gemeinde anfragen!

Oft stehen bei diesen Wohnprojekten neben dem Gemeinschaftsgedanken auch alternative Lebensformen im Fokus, wie zum Beispiel nachhaltige Lebensweise, ökologische Landwirtschaft oder umweltschonende Energieerzeugung.

Wer sich für das Mehrgenerationen-Wohnen interessiert, sollte sich rechtzeitig nach einem passenden Projekt umschauen, denn bei vielen gibt es lange Wartelisten. Vor der Aufnahme müssen sich Bewerber in der Regel auch mehreren Bewohnern vorstellen, um sicherzustellen, dass man gut in diese Gemeinschaft passt.

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