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Die Gasumlage kommt – Womit müssen Verbraucher rechnen?

Die Gasumlage kommt – Womit müssen Verbraucher rechnen?

Nun ist es angekündigt: Es wird eine Gasumlage kommen. Das bedeutet für viele Verbraucher im Herbst des Jahres einen erneuten Preisschub bei den Energiekosten. Denn zusätzlich zu den höheren Gasrechnungen, die erwartet werden, wird es voraussichtlich zum 1. Oktober eine neue Energie-Umlage geben. Im Moment spricht die Bundesregierung von 1,5 bis 5 Cent pro Kilowattstunde. Was auf die Haushalte zukommen kann und welche zusätzlichen Kosten damit entstehen - das und mehr erfahren Sie im folgenden Beitrag.

Wen trifft die neue Gasumlage und wovon hängt die Höhe ab?

Etwa die Hälfte aller Wohnungen in Deutschland wird mit Gas beheizt. Zusätzlich sind auch Mischsysteme betroffen, denn auch Photovoltaikanlagen oder Pelletheizungen werden teilweise durch Gas ergänzt. Die genaue Höhe der Umlage ist noch nicht bekannt, sie hängt laut Bundeswirtschaftsministerium davon ab, welche Ausgleichsansprüche die Gasimporteure geltend machen. Im Laufe dieses Monats soll die Verordnung konkretisiert werden, so dass Mitte oder Ende August die genaue Höhe der Umlage bekanntgegeben wird.

Warum plant die Regierung eine Gasumlage und wer wird damit entlastet??

Die Umlage soll die Energie-Unternehmen entlasten, die bisher Gas aus Russland eingeführt haben. Denn durch die reduzierten Gaslieferungen aus Russland müssen diese Unternehmen wie Uniper oder RWE das Gas zu deutlich höheren Preisen woanders beschaffen. Im bisherigen Entwurf der Umlagen-Verordnung sollen den Gasimporteuren nur diese Mehrkosten erstattet werden. Auch vorher gab es schon höhere Kosten und gestiegene Weltmarktpreise, doch diese sind mit der geplanten Umlage nicht abgedeckt.

Bis Ende September müssen die Importeure ihre Kosten noch selbst tragen, der Plan sieht vor, dass danach 90 Prozent der höheren Beschaffungskosten über die Umlage an die Verbraucher weitergegeben werden können. Mithilfe der Extra-Abgaben von den Kunden will die Regierung verhindern, dass einzelne große Energie-Unternehmen ausfallen, was zu einem Zusammenbruch der Energieversorgung führen könnte.

Neben der Entlastung der Gasimporteure soll die Gas-Umlage auch ein Anreiz zum Gas-Sparen sein, um Engpässe im Winter zu vermeiden. Aufgrund der vereinbarten Preisbindung mit dem Anbieter merken viele Gas-Kunden noch nichts von den höheren Preisen, doch mit der Abrechnung für das Jahr 2022 können diese an die Kunden weitergereicht werden.

Welche Kosten kommen durch die Gasumlage auf die Verbraucher zu?

Welche Mehrkosten konkret auf die Haushalte zukommen, ist noch unsicher. Im Gespräch sind 1,5 bis 5 Cent pro Kilowattstunde. Beispielrechnungen, je nach Anzahl der Personen im Haushalt und der Hausfläche vermitteln einen Eindruck darüber, was die Verbraucher erwarten können. So würde die Umlage bei einem beispielhaften Jahresverbrauch von 15.000 kWh für einen vierköpfigen Haushalt zwischen 200 und 750 Euro pro Jahr liegen.

Geplant ist, dass Umlage ab dem 1. Oktober 2022 gilt und bis Ende März 2024 erhoben werden soll. Sowohl Firmen als auch Privatkunden müssen die Gasumlage zahlen. Sie kommt zu den normalen Preiserhöhungen dazu, die nach und nach greifen.

Gaspreise steigen zusätzlich - unabhängig von der neuen Umlage

Bisher waren die Gespräche von steigenden Energiepreisen und regelrechten Preis-Schocks für viele Verbraucher noch reine Theorie. Doch nun wird daraus harte Realität. So hat beispielsweise der Versorger „Rhein-Energie“ (Köln)  diese Woche schon eine massive Erhöhung der Gaspreise ab Oktober angekündigt. Der Preis für eine Kilowattstunde Erdgas steigt hier dann von 7,87 auf 18,30 Cent, Gas ist dann also rund 133% teurer. Betroffen sind von dieser Preissteigerung sowohl Neukunden als auch diejenigen mit laufenden Verträgen, sofern sie keinen Festpreis vereinbart haben. Der Grundpreis bleibt dagegen unverändert.

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