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Barrierefreiheit – Maßnahmen für barrierefreies Wohnen

Barrierefreiheit – Maßnahmen für barrierefreies Wohnen

Um auch im Alter oder mit einer Behinderung selbstbestimmt leben zu können, ist die Barrierefreiheit in den eigenen vier Wänden ein wichtiges Thema. Barrierefreie Wohnungen und Häuser können entweder – mithilfe von Immobilienmaklern oder im Alleingang – schon bezugsfertig gesucht, oder neu gebaut und den speziellen Bedürfnissen angepasst werden. Welche Maßnahmen möglich sind, um ein zu Hause barrierefrei zu gestalten, erklären wir Ihnen im folgenden Beitrag.

Was heißt Barrierefreiheit?

Eine allgemeine Definition des Begriffs „Barrierefreiheit“ ist im Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) zu finden. Aus dieser Definition ist zu entnehmen, dass solche Anlagen, technischen Gegenstände, Lebensbereiche etc. barrierefrei sind, die für Menschen mit Behinderungen ohne besondere Erschwernis oder fremde Hilfe genutzt werden können. Dabei sind Hilfsmittel, die aufgrund der Behinderung notwendig sind, zulässig.

Barrierefreiheit bedeutet demnach, dass Menschen mit Behinderungen ihr Leben selbstbestimmt führen können, ohne ständig auf fremde Hilfe angewiesen zu sein. Für viele Menschen wird der Begriff der Barrierefreiheit zum Alter hin relevant, wenn es schwerer fällt, die alltäglichen Aufgaben selbstständig zu bestreiten.

Barrierefreies Wohnen

Welche baulichen Maßnahmen und Ausstattungen konkret nötig sind, damit ein Gebäude als barrierefrei gilt, ist in den DIN-Normen festgehalten. Nur die Begriffe „barrierefrei“ und „rollstuhlgerecht“ sind durch die DIN-Normen genauer definiert. Für andere Begriffe, die einem bei der Wohnungssuche begegnen können, wie „seniorengerecht“, „behindertengerecht“ etc. gibt es hingegen keine Definition und ihre genauen Bedeutungen besitzen daher einen großen Interpretationsspielraum.

Eine rollstuhlgerechte Wohnung entspricht immer auch den Vorgaben einer barrierefreien Wohnung, wie sie in den DIN-Normen festgehalten sind. Darüber hinaus erfüllt sie aber noch spezielle Anforderungen, die für Rollstuhlfahrer notwendig sind, um sich selbstbestimmt in einer Wohnung zurechtfinden zu können, wie zum Beispiel breitere Türdurchgänge und Bewegungsflächen.

Maßnahmen bei Neubauten

Bei Neubauten kann sich ganz nach den individuellen Bedürfnissen der Einwohner gerichtet und darauf geachtet werden, die DIN-Normen für barrierefreie oder rollstuhlgerechte Wohnungen zu erfüllen, um diese Beschreibung offiziell nutzen zu dürfen.

Schon bei der Planung des Grundrisses kann auf die Barrierefreiheit geachtet werden. Beispielsweise können die Räume so angelegt werden, dass sie flexibel nutzbar und mit der Zeit den räumlichen Bedürfnissen der Bewohner angepasst werden können. Wohnungen im Erdgeschoss sind ideal, falls es sich um eine Etagenwohnung handelt, sollte ein Aufzug eingebaut werden. Treppen im Haus und Fußleisten zwischen den einzelnen Räumen sollten vermieden werden.

Des Weiteren ist bei Neubauten wichtig, auf die vorgegebenen Maße für die Bewegungsflächen zu achten, um ein freies Bewegen durch die Wohnung zu gewährleisten. Dabei sind zum Beispiel Rangier- und Wendeflächen neben Betten und vor sonstigen Möbeln einzuberechnen.

Speziell bei Bad und Küche ist darauf zu achten, dass die Ausstattung auf einer Höhe angebracht wird, die die Benutzung für Menschen mit Behinderung ermöglicht. Beispielsweise sollte das WC niedriger angebracht sein und über Halterungen zum Abstützen verfügen, die Dusche sollte möglichst ebenerdig zum restlichen Boden sein und eine Sitzgelegenheit haben. Die Küche ist idealerweise über Eck angeordnet, damit die einzelnen Arbeitsschritte erleichtert werden.

Auf ausreichende Belichtung sowohl durch Tageslicht als auch Beleuchtungen sollte ebenfalls Wert gelegt werden. Nicht nur genügend Fenster für eine Sichtverbindung nach draußen sollten eingeplant werden, auch dass diese auf der richtigen Höhe angebracht werden, damit die Bewohner sie selbstständig öffnen und schließen können, ist zu berücksichtigen.

Maßnahmen bei Bestandsimmobilien

Etwas schwieriger gestaltet sich die Anpassung von Bestandsimmobilien. Sie können spezifisch nach barrierefreien Immobilien suchen, wobei die Auswahl hier jedoch leider relativ gering ist. Optional können Sie eine Ihren Vorstellungen entsprechende Immobilie suchen und diese barrierefrei umgestalten. Je nachdem, wie das Objekt angelegt ist, ist die Barrierefreiheit aber vielleicht nur bis zu einem bestimmten Grad zu erreichen und wird nicht nach DIN-Normen als „barrierefrei“ gezählt werden können. Eine gewisse Grundfläche sollte für den Umbau aber in jedem Fall gegeben sein. Konnte ein passendes Objekt gefunden werden, kann die Finanzierung des Umbaus sogar gefördert werden.

Zwar lassen sich Bestandsimmobilien baulich nicht komplett auf die individuellen Bedürfnisse der Bewohner anpassen, aber die Einrichtung und ihre Anbringung kann so gewählt werden, dass auch bei Bestandsimmobilien die Barrierefreiheit durchaus gewährleistet werden kann.

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